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Sozialgeographie

Das Erkenntnisobjekt der Sozialgeographie wird oft durch zwei Problemfelder umschrieben. Die erste Hauptfragestellung lautet: Wie wirken sich gesellschaftliche Gegebenheiten auf die räumliche Struktur der materiellen Welt aus? Die zweite Problemstellung lässt sich vereinfachend so formulieren: Wie sieht die räumliche Struktur gesellschaftlicher Phänomene und Prozesse aus?

Soziale Systeme beinhalten immer auch physisch-materielle Komponenten, unter anderem menschliche Körper. Deshalb haben sie immer auch eine räumliche Struktur und bedienen sich der Räumlichkeit der materiellen Welt. Abstrakt formuliert, besteht die zentrale Fragestellung der Sozialgeographie in der Beschäftigung mit dem Problem des Zusammenhanges zwischen Sinn und Materie. 

Gegenwärtig lassen sich mindestens sieben Entwicklungslinien der Sozialgeographie erkennen, die sich deutlich voneinander unterscheiden und miteinander konkurrieren. In der Forschungstätigkeit unserer Gruppe werden – je nach wissenschaftlicher Fragestellung – die Raumstrukturforschung, die Wahrnehmungsgeographie und vor allem die handlungszentrierte Sozialgeographie, die feministische Geographie (inklusive ihrer poststrukturalistischen Varianten) und die Neue Kulturgeographie eingesetzt. In der Lehre berücksichtigen wir alle Entwicklungslinien.

Entwicklungslinien der Sozialgeographie


Peter Weichhart
Entwicklungslinien der Sozialgeographie

Von Hans Bobek bis Benno Werlen

Sozialgeographie kompakt
Band 1

1. Auflage 2008.
439 S., 84 s/w Abb. Doppelband, Kartoniert

€ 26,90 / €(A) 27,70 / sFr 45,70*

ISBN 978-3-515-08798-8

Arbeitsgruppe Humangeographie Wirtschaftsgeographie
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